Anfang

Gesundheit

PALEO Steinzeit

Literaturliste

Links

zurück

  Dr. R. Steintel NEG  

weiter

 

 

Das Fett ist ein unersetzlicher Teil unserer Ernährung,
soll aber nur mäßig genossen werden -
nur so viel, als ordentlich verdaut werden kann.

        Es gibt lebenswichtige, gesunde, wichtige und aber auch schädliche Fette. Dr. Reinhard Steintel schreibt:
Ich lehne alle Fette von Samen-, Kern- oder Nussarten sowie aller Keimlinge ab. Darunter fallen alle Öle aus Samen, Nussöle, Nussfette und Keimlingsöle…
wegen der speziellen Aufbau-Proteine für neues Leben in diesen Samen. (Meide mehrfach ungesättigte Öle aus Pflanzen-Samen).

Ferner soll zur Zubereitung einer Mahlzeit immer nur eine Art Fett genommen werden, da jedes Fett einen verschiedenen Schmelzpunkt hat und die Zusammenmischung mehrerer Fette mit verschiedenen Schmelzpunkten zu unnötigen Entzündungen, Gärungen, Blähungen und anderen Komplikationen führt.

       [Anmerkung zum Thema Fettgenuss:
Das Verhältnis von Omaga-6 zu Omega-3-Ölen muss beachtet werden! Ein zu hoher Anteil von Omega-6-Fettsäuren führt zu Entzündungen! Omega-3 hindert solche.
     Paul Jaminet belegt, dass alle (!) Säugetiere 60 bis 70 % ihrer Nahrungs-Kalorien aus Fett beziehen, nur etwa 20 % aus Kohlenhydraten und 10% aus Eiweiß - auch Kuh, Gorilla und Grasfresser leben hauptsächlich von Fett: in Ihrem Verdauungstrakt verwandeln sie mit Bakterien die Vegetabilien in Fett; auch der Mensch lebt beim Fasten bis 40 Tage problemlos von Wasser und seinem eigenen (gesättigten "tierischen") Fett.
Ketone aus dem Fett sind überhaupt die beste Nahrung für Herz und Gehirn; das lesen wir bei Bruce Fife; Ulrike Kämmerer; Ulrike Gonder.] Gehirn und Neven brauchen Fett. Aber der Mensch muss es vollkommen verdauen können >>> sonst: Entzündungen und Nervenschäden.

Die folgenden Ausführungen von Dr. Steintel über Fettgenuss müssen aus heutiger Sicht differenzierter betrachtet werden. Man beachte die Erfolge der Ketarier, Low-Carb Anhänger. Dr. W. Lutz; Stefan Schaub; Ulrike Kämmerer; Peter Mersch; Bruce Fife…

Die folgenden Ausführungen über Fettverzehr gelten vor allem nur für Menschen mit zu wenig Galle und einer gestörten Fettverdauung: ].

        Steintel (B Seite 24 f): Über die verträglichen Fett-Mengen bestehen sowohl innerhalb der Bevölkerung als auch der Ärzteschaft die unmöglichsten Vorstellungen. So heißt es: „Butter ist gut für die Lunge". „Der Zuckerkranke braucht viel Fett" usw. Deshalb ordentlich dick Butter aufs Brot und ordentlich Fett an die Gerichte! Viele Gerichte schwimmen geradezu im Fett. Es verschlägt einem völlig den Atem, wenn man feststellen muss, dass selbst Ärzte in vielen Krankheitsfällen (speziell bei Lungentuberkulose, Zucker- und Nervenleiden) den reichlichen Genuss von Fetten (zur üblichen Kohlenhydratmenge!) empfehlen und für unbedingt erforderlich halten.

        Grundsätzlich enthalten gemästete Tiere schlechteres Fett (zu viel Omega-6). Die Fütterung von Tieren mit Getreide, Mais… ist nicht deren Art entsprechend. Die Fütterung von Kühen mit Fleischmehl führt zu BSE… Kühe brauchen Gras - nicht "Kraftfutter".

       Fette nur mäßig verwenden, nur so viel, als restlos verbrannt wird (und das hängt von Deiner Verdauung, von Deinem pers. Stoffwechsel ab). Wenn unsere lebende Körperverbrennungsmaschine mehr Fett erhält, als sie möglichst restlos verbrennen kann, … so entstehen drei sehr gefährliche unvollkommene Verbrennungs-Abbauprodukte der Fette, nämlich Glycerinsäuren, Stearinsäuren …
    Glycerinsäuren entzünden alle Schleimhäute
im Organismus, in erster Linie die Magen- und Darmschleimhäute (ebenso Blinddarm, Rachen, Lunge…),

Diese Säuren setzen dadurch die Umsatzmöglichkeit der Speisen in lebende Substanz und damit eine Gewichtszunahme herab, resp. heben sie unter Umständen ganz auf (rapider Gewichtsverlust trotz starken Essens) — man kann dann ein Pfund Butter am Tag essen und immer dünner werden —, greifen dann aber der Reihe nach auf alle anderen Schleimhäute einschließlich der Lungenbläschen über und verhindern auf diese Weise den Abheilungsprozess in der kranken Lunge (Krankheit = Entzündungsvorgang).
Die Glycerinsäuren gelangen schließlich in die großen und kleinen Gelenke, wo sie zu akuter und chronischer Arthritis führen. Sie ramponieren am Ende infolge ihrer stark ätzenden Säurewirkung das Nervensystem total, erzielen also genau das Gegenteil von dem, was man erreichen wollte.

      Jeden Tag erlebe ich in der Praxis solche Patienten, die wegen ihrer Nerven unheimliche Mengen von Butter und Fett zu sich nehmen und an Überreizung, Übernervosität, Unruhe (motorischer, seelischer und geistiger), Hysterie, Schlaflosigkeit etc., leiden - kurz: an allen diesen Symptomen leiden. Wo sind hier die Erfolge des reichlichen Butter- oder Fettgenusses?

        Ebenso wenig erfolgreich sind Behandlungen von Zucker- und Lungenkranken bei reichlichem Butter- oder Fettgenuss. Reichlicher Fett- oder Buttergenuss führt ja gerade neben reichlichem Aufbaueiweißgenuss zur Lungentuberkulose und zur Zuckerkrankheit.
Wenn jemand nie an Lungentuberkulose hätte erkranken dürfen, so war ich es, denn ich wurde von jüngster Kindheit an mit Eiern, Milch, Butter und Sahne, Puddings und Schleimsuppen geradezu vollgestopft. Die Lungentuberkulose ist viel mehr die Krankheit der reichen, als der armen Leute. Dasselbe trifft auch auf die Zuckererkrankung (Diabetes II) zu.

        Untergewicht und nervliche Leiden entstehen gerade wegen dem „Zu viel“ an Fett und seiner deshalb unvollkommenen Verseifung (wegen zu wenig Gallenflüssigkeit…), denn durch ungenügende Verstoffwechslung entstehen schwerste Assimilationsstörungen im Darm mit laufendem Gewichtsabbau und totaler Zerrüttung des Nervensystems. (Steintel C 56 f )

        Wenn man nämlich mehr Fett zu sich nimmt, als die in den Darm abgesonderte Galle daselbst restlos in Glycerin und Fettsäuren emulgieren und letztere restlos verseifen können, so bleiben sogenannte -Ester und ein Teil der Fettsäuren als unvollkommene Verseifungs-produkte zurück, vor allem die äußerst scharfe und ätzende Glycerinsäure (nicht zu verwechseln mit Glycerinöl) und die Stearinsäure.
Diese Säuren rufen akute Entzündungsprozesse hervor,
vor allem die moderne Kulturkrankheit des Westens, die Entzündung des Blinddarms, aber auch die Entzündungen an Stimmbändern, Magen, Darm…

        Von zehn Millionen Chinesen in Stadt und Land hat im Durchschnitt vielleicht einer mal eine Blinddarmentzündung, von hundert Berlinern, die mich als Patienten aufsuchten, sind nach meinen Beobachtungen mindestens zehn am Blinddarmfortsatz operiert gewesen. Kein Wunder, wenn als einziges Mittel nur eine Operation genannt wird. Die Serienerkrankungen an Appendizitis werden schlagartig unterbunden, wenn eine grundlegende Änderung der Ernährung eintritt, wie meine diesbezüglichen Erfahrungen beweisen.

        Die Glycerin- und Stearinsäuren legen außerdem durch einen chronisch latenten Darmentzündungs-Prozess (den für die in den Dünndarmzotten und Chylusgefäßen ablaufenden Assimilationsvorgänge notwendigen Lymphocytendepots und der an den Innenwänden der gesamten Dünndarmschleimhäute sich vollziehenden physiologischen Stoffwechsel-Abbau-, Umsatzfunktionen) den gesamten Verdauungsvorgang der normalen Peristaltik lahm, sodass trotz reichlicher, täglich immer wieder zugeführter übergroßer Mengen an Eiweiß, Fett und Kohlehydraten eine rapide Gewichtsabnahme und totaler körperlicher und nervöser Zerfall ein treten. Das sind dann jene zahlreichen Fälle, die wegen ihrer rapiden Gewichtsabnahme irrtümlicherweise für Magen-, Leber- oder Darmkarzinom gehalten werden.

        Dieselbe falsche Vorstellung in Ärztekreisen heißt: ordentlich Butter essen, damit die Nerven „im Fett“ liegen und die Lunge „ausheilen“ kann. Es kann jemand so viel Butter essen, wie er will, so werden ebenso wenig seine Nerven „im Fett“ liegen, wie seine Lunge „ausheilen“, sondern der Krankheitszustand wird sich in beiden Fällen verschlimmern (wegen unabgebauter Fette).
Es
muss also endlich einmal mit der sinnlosen und falschen Behauptung: "Fett ist gut für die Nerven und Lunge", aufgeräumt werden, die allgemein propagiert wird.

       Fett ist nur bekömmlich, wenn es in geringer Menge genossen wird und [durch genügend Gallenflüssigkeit] restlos verdaut (abgebaut) werden kann, sonst ist es ein gefährlicher Übeltäter (C 55 - 62)

        Aus meiner Praxis will ich hierfür zwei von vielen Fällen anführen: Ein langer bis aufs Skelett abgemagerter Mann in den 40er Jahren betrat mein Sprechzimmer, nachdem er jahrelang in Behandlung bei einem Facharzt für Magen- und Darmkrankheiten gewesen war. Er erzählte mir, dass er seit einigen Jahren ohne angeblich feststellbaren Grund langsam aber ständig immer mehr abgenommen habe. Auf spezialärztlichen Rat habe er dann täglich zunächst 12 dkg Butter und 2 Eier, dann 25 dkg Butter und 4 Eier, weiter :40 dkg Butter und 6 Eier und schließlich ½ kg Butter und 8 Eier, dazu ½ l Sahne neben der üblichen Fleisch- und Gemüsekost in irgend einer Form in sich hineingepumpt mit dem Ergebnis, dass die körperliche Gewichtsabnahme immer rapider vor sich ging und schließlich 2 kg pro Woche bei ½ kg Butter pro Tag betragen habe.
        Man sollte nun meinen,
dass Patient wie Arzt hätten einsehen müssen, dass es nach dem Grundsatz: „Viel hilft viel“ ganz und gar nicht ging. In absoluter Naivität fragte mich der Patient: „Wie ist es bloß möglich, dass jetzt, nachdem ich mir ein halbes Kilo Butter neben allem anderen täglich hineinquäle, mein Gewicht noch mehr abnimmt, als vorher“?
Ich versuchte ihm die Gründe für das Versagen seines gewagten Experiments klar zu machen, denn er war auf dem besten Wege, seine Rationen allen Ernstes noch weiter zu erhöhen.
Was ich denn zu tun gedächte, damit er wieder mehr Gewicht bekomme? Ich riet ihm jedenfalls erst einmal auf unbestimmte Zeit jegliches Fett, Sahne, Eier und sonstige schwere Sachen wegzulassen (Fasten). Alle, die meinen Rat befolgten, haben vollen Erfolg zu verzeichnen gehabt.

        So unter anderen eine Dentistin aus D. K., die wegen eines chronischen Magengeschwürs ein und ein halbes Jahr bei einem Magen-Facharzt in Behandlung war. Die verordnete „Ulcusdiät, die sich aus gekochter Milch, Milchsuppen, Milchbreien, Mehl-Schleimsuppen, Eiern und Eierspeisen, Weißbrot, Weißfleisch und Huhn (mit Brühen), Kartoffelpüree, schwarzem Tee und viel Butter zusammensetzte (Patientin schluckte die Butter zwischendurch löffelweise), führte zu einer totalen Übersäuerung des Magens und Blutes, zu Magen- und Darmkrämpfen, einem ätzenden, scharfen, ranzigen, durch Fettsäuren (Glycerin- und Stearinsäuren) hervorgerufenen Brennen und Geschmack im Mund und Gaumen, ferner zu sauren und wässerig-schäumigen Durchfällen und einer immer weiter schreitenden Abmagerung und Arbeitsunfähigkeit.
Nach konsequenter Umstellung der Ernährung auf die Gebote des natürlichen Ernährungsgesetzes (n. E. G.) trat schon nach 8 (!) Tagen eine Besserung aller Symptome, nach 14 Tagen ein Aufhören aller krankhaften Erscheinungen und ein Ansteigen des Körpergewichtes ein. Nach 4 Wochen hatte Patientin ihr altes Gewicht um einige Kilo überflügelt und ihre volle Arbeitskraft wiedererlangt.
Das
in Bezug auf die Fettmengen und Verdauung der Fette.

        Vor der übertriebenen Lebertrantrinkerei, dem tierischen Tranprodukt der Dorschleber, muss gewarnt werden. Skrofulöse und rachitische Kinder werden vielfach damit überfüttert (zu viel Fett) und verderben sich Magen-, Leber und Gallensystem, zumal bei vielen Kindern ein gewisser kaum zu überwindender Ekel hinzu kommt, ohne dass die Wirkung auf die genannten Krankheitserscheinungen als besonders erfolgreich bezeichnet werden könnte. [Man nehme eher Vitamin D3 in Kapseln aus der Apotheke!]
Das Obige ist ein Auszug aus:   http://josef-stocker.de/steintel_reinhard_50pag.pdf

       Welche Organe im Verdauungstrakt an der Verdauung insbesondere der Fette beteiligt sind und wie wichtig Galle und Bauchspeicheldrüse sind:

Fette sind die am schwierigsten verwertbaren Energieträger und entsprechend kompliziert ist ihre Verdauung. Leber, Galle, Magen, Pankreas und Darm sind aktiv beteiligt. Schon bei kleinen Ungleichgewichten gerät die Fettverdauung aus dem Ruder.

Die Fettverdauung beginnt bereits im Magen. Damit Fette aus der Nahrung für den Körper verwertbar werden, müssen sie in kleinere Bestandteile aufgespaltet und wasserlöslich gemacht werden. Das ist Aufgabe der Magensäure. Gallensaft und Bauchspeichel vermischen die Fettbestandteile im Zwölffingerdarm und fügen Enzyme hinzu. Die Enzyme der Bauchspeicheldrüse zerkleinern die Fettteile weiter zu "freien" Fettsäuren. Nur diese werden über den Darm vom Blut aufgenommen und von den Körperzellen verwertet.

Probleme bei der Fettverdauung. Eine Hilfe kann auch die Natur liefern: Bitterstoffe. In den Blättern der Artischocke sind besonders viele wertvolle Bitterstoffe, Flavonoide und Chinasäuren enthalten, die über eine Förderung der Gallenbildung und -ausschüttung die Fettverdauung deutlich verbessern. In der Apotheke gibt es z.B.  Artischocken-Extrakt hochdosiert, der den Gallefluss anregt. Bitterstoffe regeln die Verdauung auf vielerlei Weise. Sie entfalten ihre Wirkung unmittelbar in dem Moment, wenn sie mit unserer Zunge in Kontakt kommen. Ihr bitterer Geschmack stimuliert nicht nur den Magen, sondern auch die Leber, die Gallenblase und die Bauchspeicheldrüse, welche daraufhin mit der Sekretion lebensnotwendiger Verdauungssäfte und Verdauungsenzyme beginnen.  https://www.zentrum-der-gesundheit.de/warum-bitterstoffe-ia.html
Fehlende Enzyme.
Auch die Bauchspeichel-Drüse kann die Probleme bei der Fettverdauung verursachen, denn sie sollte, ähnlich wie die Galle, Verdauungssäfte ausschütten. Schwächelt sie, kann man solche Enzyme auch in Form von Tabletten einnehmen.

 

Der Mensch braucht Cholesterin. Keine Angst vor Cholesterin. Beachte aber: es gibt kein "gutes" oder "böses"!
Eglin M, Schaub S „Die Befreiung aus den Krankheitsfallen. Wie wir mit der modernen Ernährung in Krankheitsfallen tappen "
322 Seiten (Großes Kapitel über Cholesterin.)

Hartenbach, Dr. med. Walter „Die Cholesterinlüge. Das Märchen vom bösen Cholesterin“ 27. Aufl.: 2008, ISBN: 978-3776622775;
ders.: "Cholesterin - wertvollster Baustein des Lebens" 1999

    

Beachte auch die Makula-Degeneration - Schädigung des Sehnerves.

Alle meine pdf-Artikel im Internet:  http://josef-stocker.de/stocker1.htm 

 

Anfang

Gesundheit

PALEO Steinzeit

Literaturliste

Links

zurück

     

weiter